Frechheit! EU fordert Impressum im Twitterprofil
Die neuen EU-Vorschriften, diesmal trifft es die Twitter-Gemeinde, hat mich aus meinen kleinen “Blog-Urlaub” gerissen. Ihr habt sicherlich auch bereits über das Neue EU-Gesetz gelesen…
Künftig muss zur Prävention von Missbrauch - in jedem Twitter-Profil – sein Name, Adresse und Telefonnummer öffentlich zugänglich sein. (Richtlinie 2009/27 Amtsblatt W-140 Absatz 7 Artikel 4.3). Diese Daten werden/müssen dann für jeden offen Einsehbar sein.
Twitter geht immer mehr an die Öffentlichkeit und das scheint den Damen und Herren Politiker wohl gegen den Strich zu gehen. Jedenfalls reagieren die Datenschutzbeauftragten der 27 EU-Länder damit wohl auf die Datenlücke bei der letzten Bundestagswahl, bei der die Ergebnisse schon vor dem offiziellen Statement auf Twitter gelandet waren.
Die EU-Richtlinie soll bereits in Kürze ins nationale Recht umgesetzt werden. D.h., die Verabschiedung des neuen Gesetzes gegen den Missbrauch von neuen Medien (MMG) soll bereits am ersten Mai in Kraft treten.
Ohne mich, denn das ist ein gravierender Einschnitt in Sachen Internetkommunikation und sobald es so weit ist, werde ich meinen Twitter-Account auf jeden Fall löschen!!!
Perzelwupp hat sich dazu bereits Gedanken gemacht und schreibt in seinem Blog, wie man seine Impressumspflicht umgehen könnte.
Was denkt Ihr? Sollte man dies ignorieren und sich der Gefahr einer Abmahnung aussetzen, den Account stilllegen oder brav seine Daten ins Twitter-Profil eintragen??
















Naja ich würde es jetzt nicht gleich Löschen. Deine Daten sind doch hier auch einsehbar. Das es totaler Schwachsinn ist, ist die andere Seite, aber wann hat die EU das letzte mal ein Sinnvolles Gesetz verabschiedet? Ich glaube die Leute dort sind viel zu Realitätsfern als das sie dies machen könnten. Wir sollten zur nächsten EU Wahl mal ein wenig Farbe in den Haufen bringen
Huhu Sven,
natürlich ist das totaler Schwachsinn! Ich denke nicht, dass das neue Gesetz viel bringen wird. Wer böses zwitschert, wird sich doch nicht an so eine Impressumspflicht halten, oder?
Das ich hier ein Impressum drin stehen habe, ist doch was ganz anderes, finde ich. Auf jeden Fall zwitschere ich meine pers. Daten nicht in die weite Welt hinaus.
Ja, ein wenig Farbe würde dem Haufen bestimmt gut stehen.
Dir ein schönes Wochenende,
Michaela
An sich ist es ja schön, dass dank der EU immer wieder was los ist. Aber manchmal kann man wirklich nur den Kopf schütteln. Klar, man kann es nachvollziehen, denn dass sogar Wahlergebnisse vor der offiziellen Verkündigung bekannt werden ist schon ein Hammer. Aber naja, was will man machen.
Gruß von einem wohl Twitter-löschenden Alex
Frechheit! – EU fordert Impressum im Twitterprofil – http://tinyurl.com/yhr6pxr (via @http://twitter.com/BlogFrosch)
Antworten
Juhu, ich bekomme dann endlich wieder Werbeanrufe.
Ich kann Sven nicht ganz zustimmen, auch wenn wir sicher ein Impressum haben bei unseren Webseiten, darin steht aber nicht immer eine Telefonnummer und vorallem sind die Daten von uns eingestellt. Soll heissen wir haben zu einen die Möglichkeit zu bestimmen wie und vorallem wielange die Daten dort stehen.
Sobal erstmal händisch eingetragen in die vorgegebenen Felder bei Twitter, sind diese Datensätze in der Datenbank und (wir wollens nicht hoffen) für alle anderen Verwendungen offen…
Sofern das kein Aprilscherz ist, ist das wirklich eine unschöne Geschichte. ich habe bslang zwar keinen Twitteraccount, aber habe schon drüber nachgedacht mir einen anzulegen.
Noch so ein schönes Vögelchen inmitten der EU-Länder. Du hättest Grafikerin werden sollen.
Andereseits verharmlost das unschuldige Vögelchen das immense Problem mit dem Datenschutz.
Nun, wie ich gehört habe, soll für die bestehenden Twitter-Accounts eine Übergangsfrist von 3 Wochen gelten. Indessen wird die Verpflichtung für neue Accounts sofort greifen.
Vielen Dank auch für die Benennung im Hinblick auf die Umgehung des Problems. hoffen wir, dass sich möglichst viele daran halten.
Ich hab sofort meinen privaten Account gelöscht, so gehts ja nicht.
@Alex, da stimme ich Dir zu, ist doch wirklich eine Frechheit!
Dann sollen die in den eigenen Reihen zuerst mal anfangen sich zu entblößen.
Ich nehme das nicht einfach so hin und werde ggf. meinen Account löschen.
@Tobias, ohweia, an die Werbeanrufe und Co. habe ich noch gar nicht gedacht.
@mr.gene, da stimme ich Dir voll zu.
Das sehe ich ganz genauso. Sehr Bedenklich, wenn ich meine pers. Kontaktdaten nicht mehr kontrollieren kann.
@Maru, ich dachte ja auch zuerst an einen Scherz aber nachdem ich es jetzt mehrmals in den News gelesen und gehört habe war ich ziemlich schockiert darüber.
@plerzelwupp, vielen lieben Dank
aber zur Grafikerin reicht so ein bisschen Photoshop “halbwissen” leider nicht.
Tsss… Nur 3 Wochen Übergangsfrist, dass ist eine bodenlose Sauerei.
@Markus: kann ich gut verstehen und dass werde ich wohl auch bald machen.
Liebe Grüße,
Michaela
Ich sehe den Unterschied nicht wirklich. Wenn dir jemand Werbung schicken will ist dem egal ob er die Daten aus deinem Impressum holt, welches du jederzeit wieder löschen kannst oder aus dem Impressum aus deinen Twitteraccount, die auch weg sind wenn du deinen Account löschst. Hinzu kommt, dass man deine Telefonnummer auch rausbekommen kann, wenn man sich denn schon mal auf deine Seite verirrt hat, denn ich wüsste wenigstens einen Weg wie man dort dann rankommt.
Es gibt also kaum Unterschiede, weswegen ich nur Leute ohne eigene Webseite verstehen würde wenn sie ihren Twitter-Account löschen. Übrigens kommt hinzu, wenn du ein Impressum hast, wird dass meist auch von Suchmaschinen und deren gleichen Indexiert, also sind auch hier die Daten nicht gleich wieder aus dem Netz wenn du dieses löschst.
Eine Impressumpflicht wäre also totaler Schwachsinn, dass gebe ich zu, aber es wäre noch kein Grund den Account zu löschen.
@Sven Ein Impressum auf der Website stellt man auf nofollow, dann tauch das auch nicht in Google auf. Und selbst wenn man eine Website hat, Twitter aber rein privat nutzt ohne Hinweis auf die Website, ist es was anderes auf der Website seine Daten zu veröffentlichen oder auf Twitter. Wozu ein Impressum wenn der Account rein privater Natur ist?
@Markus: Ich habe echt keine Lust mehr, ich kann vor lachen schon nicht mehr, mir tut alles weh
:green_lol: Frag aber bitte Google warum ich vor lachen nicht mehr kann ;-)
@Google,
warum kann Sven vor lachen nicht mehr?
@Michaela: Und hat dir Google eine Antwort gegeben
Ich weiß auch nicht was er meint. Zum lachen find ich da eigentlich nichts?
@Markus: Du meinst wohl “noindex” und nicht “nofollow” für das Impressum. Noindex ist das einzige, was in meinen Augen dafür Sinn macht
@Sven: Das würde mich jetzt auch interessieren, was Du so lustig findest? Ist da irgendwas an uns vorbeigangangen? Sitzen wir auf der Leitung?
Ups ja klar meinte ich noindex…
@ Sven, nein; leider hat Tante Google nix ausgespuckt.
Na dann kläre uns doch mal bitte auf, Sven!
All denen die hier ihren Unglauben an den Tag legen vergeht das Lachen dann, wenn es zu den ersten Abmahnungen kommt. Und das ist sicher… es werden sicht entsprechende Anwälte finden, die das fehlende Impressum anhand der Richtlinie zerfetzen.
Ich bin ja nicht schnell dabei, wenn gemeckert wird, aber DAS ist wirklich ein Gesetz, wie es schlimmer nicht sein kann. Dass sogar die Telefonnummer zur Pflicht gemacht wird, finde ich eine Sauerei. Wir bekommen hier eh schon genügend Spam-Anrufe, obwohl wir nicht im Telefonbuch stehen. Als ich heute Morgen darüber beiläufig im Fernsehen gelesen hatte, dachte ich noch, ich hätte mich verhört. Dass ich aber leider sehr richtig gehört hatte, wurde mir dann bei einem Blick in den Videotext bewusst. Wie man auf einigen anderen Blogs sieht, ist die Meinung zu dem Thema ja auch in der Bloggosphäre recht eindeutig.
Das einzig Gute ist plerzelwupps Tipp, den ich auf jeden Fall umsetzen werde, in der Hoffnung, dass die Gerichte eine Grafik als Impressum als ausreichend erachten werden *hoff*
Ähm, _kein_ Aprilscherz? Das habe ich aber irgendwie anders gelesen
Wobei okay, die EU macht sich auch Gedanken um Lautstärkebegrenzung und Neigungswinkel von Lebensmitteln.. aber ob da noch Zeit für fortschrittlichere Themen bleiben? So eine Kartoffelverordnung hat doch gute 500 Seiten aufwärts..